40. Urnerboden Schwinget Urnerboden vom 09. August 2026
Nach dem Jungschwingertag vom Samstag, 08. August 2026, ging es am Sonntag, 09. August 2026, mit den Aktiven weiter. Von den einst 73 angemeldeten Athleten stellten sich schliesslich 65 Schwinger den Zweikämpfen. Somit konnte pünktlich um 09.00 Uhr mit dem Anschwingen begonnen werden.
Wie bereits am Samstag fanden sich im Laufe des Tages rund 720 Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Festplatz ein. Für den Urner Kantonalen Schwingerverband (UKSV) traten 32 Athleten an. Aus Bürgler Sicht fanden sich elf Schwinger auf dem Urnerboden ein.
Mit drei Eidgenossen, sieben Teilverbands- und Bergkranzern sowie zwölf weiteren Kranzern war das Teilnehmerfeld sehr gut besetzt. Die Gäste vom befreundeten Schwingklub Baden-Brugg reisten mit sechs Athleten an, während die Freiburger mit zwei Schwingern auf dem Urnerboden erschienen. Ebenfalls mit von der Partie waren vier Gäste vom benachbarten Schwingklub Glarus-Mittelland. Das restliche Teilnehmerfeld komplettierten Schwinger aus dem Innerschweizer Schwingerverband (ISV), insbesondere aus den Kantonen Schwyz und Zug.
Somit war bereits auf dem Papier für Spannung gesorgt und die Unterhaltung sollte ebenfalls nicht zu kurz kommen.
Vier Auszeichnungen für die Bürgler
Aus Bürgler Sicht ist vorab erfreulich zu erwähnen, dass sich gleich vier Schwinger eine Auszeichnung erarbeiten konnten.
Remo Roner mit starkem Heimauftritt
Remo Roner erwischte an seinem Heimfest, bei welchem der Schwingklub Bürglen gleichzeitig als organisierender Klub auftrat, einen hervorragenden Tag.
Mit einem Sieg im ersten Gang gegen Roman Suter, den er mit der Maximalnote 10.00 abschliessen konnte, und einem weiteren Sieg im zweiten Gang gegen den Kranzer Florian Hitz startete Remo optimal ins Fest.
Auch im dritten Gang zeigte Roner seine Stärke und bezwang Maurus Schelbert erneut mit der Note 10.00. Damit durfte er sich zur Halbzeit an der Spitze der Rangliste einreihen.
Für den vierten Gang teilte die Einteilung Remo den Teilverbands- und Bergkranzer Pirmin Suter zu. Gegen den starken Schwinger musste Remo an diesem Sonntag seine einzige Niederlage einstecken.
Damit das Notenblatt weiterhin so aussah, wie man es als Schwinger gerne hat, musste im fünften Gang wieder etwas Zählbares her. Mit Bruno Schürpf bekam es Remo erneut mit einem Teilverbands- und Bergkranzer zu tun. Roner hielt einige Male sehr gut mit und brachte seinen Gegner sogar in Bedrängnis. Für den entscheidenden Wurf reichte die Gangdauer allerdings nicht mehr aus, der Gang endete gestellt.
Somit stand noch der sechste und letzte Gang auf dem Programm. Mit dem Zuger Fabian Rogenmoser wartete ein weiterer starker Gegner. Wollte Remo sich im vorderen Drittel der Rangliste festsetzen, musste nochmals ein Sieg her.
Und genau das gelang ihm.
Mit 56.75 Punkten belegte Remo Roner den ausgezeichneten Rang 6a und durfte sich verdient eine Auszeichnung überreichen lassen.
Robin Arnold, ebenfalls ausgezeichnet
Auch Robin Arnold durfte am Ende mit einer Auszeichnung nach Hause fahren.
Zum Auftakt bekam es Robin mit Kitho Regli zu tun. Leider fand Arnold gegen den Schwyzer kein Rezept und musste sich zum Festbeginn geschlagen geben.
Im zweiten Gang gelang ihm gegen Silvan Arnold der erste Sieg. Gegen den stämmigen Gast Dominik Schwegler musste Robin anschliessend wieder eine Niederlage hinnehmen.
Mit Roman Suter und Rodrick Dessiex konnte Arnold danach zwei weitere Siege verbuchen. Im sechsten und letzten Gang wartete mit dem Teilverbands- und Bergkranzer Pirmin Suter nochmals ein harter Brocken. Gegen ihn fand Robin kein Rezept und musste eine weitere Niederlage akzeptieren.
Mit 55.00 Punkten belegte Robin Arnold den Rang 13a und sicherte sich ebenfalls eine Auszeichnung.
Jonas Gisler, der frischgebackene Teilverbandskranzer
Der frischgebackene Teilverbandskranzer Jonas Gisler startete mit einem gestellten Gang gegen Marco Ulrich in den Wettkampf.
Im zweiten Gang zeigte Jonas seinen ersten Sieg und bezwang Sylvan Tresch. Gegen Patrik Schiesser musste Gisler im dritten Gang erneut über die volle Gangdauer gehen, der zweite gestellte Gang war Tatsache.
Für Sieg Nummer zwei sorgte Jonas im vierten Gang gegen Thomas Kälin.
Für den fünften Gang entschied sich die Einteilung für den Gast Gian Luca Keller vom Schwingklub Baden-Brugg. Auch dieses Duell dauerte die volle Gangdauer und endete gestellt. Somit war bereits der dritte gestellte Gang notiert.
Zum Abschluss bekam Jonas nochmals einen Gast vom Schwingklub Baden-Brugg zugeteilt. Mit Florian Hitz wollte Jonas eigentlich nicht unbedingt die Nummer vier der gestellten Gänge komplettieren. Doch genau das passierte, der Gang endete erneut ohne Sieger.
Mit 54.75 Punkten belegte Jonas Gisler den Rang 14b und durfte sich ebenfalls über eine Auszeichnung freuen.
Ben Arnold komplettiert das Bürgler Quartett
Wie bereits erwähnt, konnte der Schwingklub Bürglen mit Ben Arnold (2010) eine vierte und somit letzte Auszeichnung gewinnen.
Ben startete mit einem Sieg gegen Joe Freuler optimal in den Wettkampf. Im zweiten Gang wartete mit Pirmin Suter bereits der erste grössere Brocken. Gegen denselben Gegner mussten später auch Remo Roner und Robin Arnold eine Niederlage einstecken. Auch Ben musste sich geschlagen geben.
Gegen Sylvan Tresch dauerte der dritte Gang die volle Zeit und endete gestellt. Im vierten Gang zeigte Ben seinen zweiten Sieg und bezwang Elias Spycher.
Im fünften Gang wartete mit dem Kranzer Raphael Schreiber erneut ein starker Gegner. Dieser zeigte Arnold den Meister und Ben musste die zweite Niederlage des Tages hinnehmen.
Im sechsten und letzten Gang wurde die Kondition nochmals auf die Probe gestellt. Gegen Roman Suter resultierte der zweite gestellte Gang.
Mit 54.75 Punkten reihte sich Ben Arnold direkt hinter Jonas Gisler ein und belegte den Rang 14c. Damit sicherte auch er sich eine Auszeichnung und komplettierte das starke Bürgler Quartett.
Knapp an der Auszeichnung vorbei
Einen Viertelpunkt zu wenig für eine Auszeichnung erkämpfte sich Simon Gisler, der sein Comeback lediglich für das Urnerbodenschwinget gab und sich auf Rang 16c wieder zeigte.
Auch Elias Herger (2009) verpasste die Auszeichnung denkbar knapp um einen Viertelpunkt und platzierte sich gleich hinter Simon auf Rang 16d.
Weitere Bürgler Rangierungen:
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Elias Herger (2009): Rang 18a
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Laurin Kempf (2008): Rang 18b
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Sven Schuler (2009): Rang 18c
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Raphael Gisler (2009): Rang 18c
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Raphael Zurfluh (2010): Rang 22b
Damit war die Bürgler Rangliste geschrieben und die meisten Notenblätter dürften zu Hause mit einem gewissen Stolz nochmals hervorgeholt worden sein.
Festsieg für Michael Gwerder
Den Festsieg sicherte sich Michael Gwerder, der im Schlussgang auf Silvan Appert traf.
Mit den gezeigten Leistungen darf sich der Schwingklub Bürglen an seinem Heimfest auf dem Urnerboden sehr zufrieden zeigen. Verletzungsbedingt fehlten einige Schwinger, die das Fest dieses Mal leider nur als Zuschauer verfolgen konnten.
Die punktuellen Leistungen der angetretenen Aktiven konnten sich sehen lassen. Unter diesem starken Teilnehmerfeld hat der Schwingklub Bürglen aus meiner Sicht das Optimum herausgeholt.
Fazit
Wer ein Rangschwingfest mit echtem Berg-Charakter geniessen möchte, sollte sich das Urnerboden Schwinget 2028 unbedingt bereits im Kalender eintragen.
Wer zusätzlich die Feierlichkeiten und die besondere Atmosphäre geniessen möchte, sollte gleich den Samstag ebenfalls reservieren. Denn wer nur am Sonntag kommt, verpasst einen Teil des Festes und wer weiss, vielleicht sogar den einen oder anderen Muskelkater vom Vorabend.
Ein solches Fest ist für den Schwingsport von grosser Bedeutung. Der Urnerboden widerspiegelt mit seiner Naturarena, der imposanten Bergkulisse und der besonderen Atmosphäre ein Stück weit den Ursprung des Schwingens.
Sport, Tradition, Kameradschaft und eine herrliche Bergwelt, viel mehr braucht es eigentlich nicht.
Berichterstatter SK Bürglen
René Roner
Fotos: René Roner