Willkommen beim Schwingklub Bürglen
, Sekretär René Roner

119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest Arth (SZ) vom 05. Juli 2026

Drei selektionierte vom SK Bürglen in Arth mit dabei und ein Neukranzer mit neuem Status

Jonas steigt in den Kreis der Teilverbandskranzer auf

Bei wunderschönem Wetter und sommerlich heissen Temperaturen fand am 05. Juli 2026 das 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Arth (SZ) statt. Das Organisationskomitee unter der Leitung von Fidel Schorno durfte einen gewaltigen Zuschaueraufmarsch verzeichnen und rund 11'000 Schwingbegeisterte begrüssen.

Bereits um 07.30 Uhr wurde angeschwungen, pünktlich, wie es sich für ein Teilverbandsfest gehört. Die 200 Aktivschwinger hatten sich frühzeitig aufgewärmt und standen bereit, um in der Contratto Arena ihr Können unter Beweis zu stellen. Und eines sei vorweggenommen: Langweilig wurde es den Zuschauern den ganzen Tag über bestimmt nicht.

Bereits vor dem eigentlichen Rückblick auf die Urner Leistungen gab es am 119. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest gleich zwei Festsieger. Im Schlussgang standen sich die beiden Luzerner Samuel Schwyzer und Marc Lustenberger gegenüber. Da beiden ein gestellter Schlussgang zum Festsieg genügte, hielten sich die grossen Risiken verständlicherweise in Grenzen. Der Gang endete gestellt und beide durften sich verdient als Co-Sieger feiern lassen.

Aus Urner Sicht verlief das Fest äusserst erfreulich. Zwar verpasste Lukas Bissig den Festsieg, durfte sich aber mit dem hervorragenden zweiten Rang und dem begehrten Kranz feiern lassen. Für den zweiten Urner Kranz sorgte Jonas Gisler vom Schwingklub Bürglen. Er reiste als Kranzschwinger nach Arth und kehrte am Abend als frischgebackener Teilverbandskranzer nach Hause zurück. Das dritte Eichenlaub sicherte sich Michael Zurfluh aus Attinghausen. Entsprechend zufrieden zeigte sich das Betreuerteam mit der Ausbeute von drei Kränzen.

Für den Schwingklub Bürglen war es gar ein Freudentag der Superlative. Jonas Gisler setzte sich eindrucksvoll in Szene und gewann seinen ersten Teilverbandskranz. Der letzte Teilverbandskranz für den Schwingklub Bürglen datierte aus dem Jahr 2018, als Raphael Arnold alias «Chocher» diesen Erfolg feiern durfte. Es war also höchste Zeit, dass wieder einmal ein Bürgler einen solchen Meilenstein setzte.

Der Weg zum grossen Erfolg

Zum Auftakt traf Jonas Gisler auf Adrian Thalmann aus Flühli (SK Entlebuch). Beide begegneten sich auf Augenhöhe. Da keiner bereits im ersten Gang volles Risiko eingehen wollte, endete der Kampf folgerichtig gestellt.

Im zweiten Gang wartete Ivan Staub aus Finstersee vom Schwingklub Oberwil-Zug. Für Ivan war es bereits der dritte Einsatz des Tages. Für Jonas hingegen war klar: Sollte der Heimweg später mit Kopfschmuck angetreten werden, musste nun ein Sieg her. Genau das setzte er eindrucksvoll um und liess sich für seinen souveränen Erfolg die Maximalnote schreiben.

Vor dem Mittag folgte mit Jonas Troxler ein echter Prüfstein. Dieser erwies sich als zu stark und fügte Jonas die einzige Niederlage des Tages zu.

Am Nachmittag kletterten die Temperaturen nochmals einige Grad nach oben. Nicht gerade ideale Voraussetzungen für Höchstleistungen, ausser man heisst Jonas Gisler. Er startete mit einem Sieg über Silvan Wyttenbach vom Schwingklub Cham-Ennetsee (Note 9.75) in den Nachmittag und legte gegen Ueli Doppmann aus Romoos vom Schwingklub Wolhusen gleich den nächsten Erfolg nach. Drei Siege an einem derart heissen Sonntag, da durfte man durchaus von einem gelungenen Nachmittag sprechen.

Mit 46.75 Punkten lag Jonas auf Kranzkurs. Für den sechsten Gang um den Kranz teilte ihm die Einteilung den jungen Benno Heinzer aus Goldau vom organisierenden Schwingklub am Rigi zu. Heinzer, der mit 47.25 Punkten einen ganzen Punkt Vorsprung aufwies und erst wenige Wochen zuvor das 106. Luzerner Kantonale Schwingfest in Ruswil gewonnen hatte, galt als Favorit auf den Teilverbandskranz.

Doch Jonas hatte offensichtlich einen anderen Plan.

Im zweiten Zug nutzte er einen Angriff seines Gegners aus, brachte ihn mit einem Kopfgriff zu Boden und drückte konsequent nach. Die Überraschung war perfekt: Der sympathische Rigiverbändler musste sich geschlagen geben und Jonas Gisler durfte sich völlig verdient als neuer Teilverbandskranzer feiern lassen.

Mit 56.50 Punkten klassierte sich Jonas auf dem hervorragenden Rang 7b. Drei Siege in Serie am Nachmittag und ein beeindruckender sechsten Gang machten diesen Exploit möglich.

Die Freude war dem sichtlich gerührten Seedorfer ins Gesicht geschrieben. Wohl brauchte es einige Minuten, bis ihm bewusstwurde, was ihm eben gelungen war. Spätestens als ihm bei der Rangverkündigung der Kranz aufgesetzt wurde, war klar: Dieser Tag wird einen festen Platz in seiner persönlichen Schwinger-Karriere einnehmen. Danach durfte und sollte natürlich auch ausgiebig gefeiert werden.

Stolz auf einen grossen Meilenstein

Der Schwingklub Bürglen ist stolz auf seinen Schützling, der den Schritt in den Kreis der Teilverbandskranzer geschafft hat. Mit Jonas Gisler verfügt der Verein über ein neues sportliches Aushängeschild und gleichzeitig über einen bodenständigen, freundlichen und sympathischen Athleten, der den Schwingsport vorbildlich repräsentiert.

Der gesamte Schwingklub Bürglen gratuliert Jonas herzlich zu diesem grossartigen Erfolg und wünscht ihm für seine neue Rolle als Teilverbandskranzer weiterhin viele schöne Erfolge, beste Gesundheit, verletzungsfreie Saisons und vor allem die Freude am Schwingsport. Möge der Kopfschmuck noch oft den Heimweg mit ihm antreten und wenn nicht, dann wenigstens wieder viele schöne Erinnerungen an einen unvergesslichen Tag wie jenen in Arth.

Zwei weitere selektionierte Aktive mit Jonas in Arth im Einsatz 

Mit Robin Arnold und Sebastian Arnold wurden zwei weitere Schwinger des Schwingklubs Bürglen unter den 14 Urnern selektioniert, um in Arth um die Gestaltung der Rangliste mitzureden. 

Robin zeigte als Nichtkranzer eine starke und würdige Leistung gegen die ganz Grossen. Mit einem Startsieg bezwang er den jungen Obwaldner Glen Bissig. Im zweiten Gang wurde ihm der aufstrebende Schwyzer Patrik Laimbacher zugeteilt. Trotz guter Gegenwehr musste Robin seine erste Niederlage hinnehmen. Auch im dritten Gang gegen den Kernser Christian Ming blieb ihm ein Sieg verwehrt.

Nach dem Mittag startete Robin mit grossem Kampfgeist in den Nachmittag. Trotz starker Gegenwehr konnte er seinen Plan gegen Simon Küng vom Schwingklub Rottal und Umgebung nicht umsetzen und musste die dritte Niederlage notieren. Neuen Mutes und voller Energie trotzte Robin der brütenden Hitze und kämpfte verbissen weiter. Mit David Waser und Gianluca Muff warteten in den beiden letzten Gängen nochmals zwei starke Gegner auf ihn. Dabei wurde seine Kondition bis an die Grenzen gefordert. Robin zeigte vollen Einsatz, wurde für seine kämpferische Leistung jedoch leider nicht belohnt und stellte diese beiden Gänge. Mit einer Punktzahl von 53.50 Punkten belegte Robin den Rang 19e.

Sebastian Arnold freute sich riesig darüber, zu den selektionierten Schwingern zu gehören und wollte diese Chance besonders nutzen. Mit einer Niederlage gegen Severin Egli in den Wettkampf zu starten, war jedoch keine ideale Ausgangslage. Im zweiten Gang zeigte Sebastian gegen Kay Süssmeier seine angriffige Schwingweise. Er liess seinem Gegner kaum Zeit zum Überlegen und gewann den Gang nach kurzer Dauer überzeugend.

Mit Pirmin Suter traf Sebastian anschliessend auf einen technisch starken Gegner, der ihm überlegen war. Daraus resultierte seine zweite Niederlage. Auch der zielstrebige Luzerner Tim Lustenberger, der jüngere Bruder des späteren Festsiegers Marc Lustenberger, fügte Arnold eine weitere Niederlage zu.

Leider erreichte Sebastian die geforderten 35,75 Punkte nicht, um im Ausstich um die vorderen Ränge mitkämpfen zu können. Mit insgesamt 35,25 Punkten klassierte er sich auf dem Rang 26a.

Für die beiden kämpferischen Aktiven des Schwingklubs Bürglen war dieser Grossanlass eine wertvolle Erfahrung für ihre weitere Entwicklung. Mit den gezeigten Leistungen konnten sie wichtige Erkenntnisse sammeln, die sie bei den nächsten Gelegenheiten umsetzen können. Wenn dann auch das nötige Wettkampfglück auf ihrer Seite ist, werden sich die erfreulichen Resultate mit Bestimmtheit einstellen.

Der Schwingklub Bürglen wünscht beiden Aktiven weiterhin beste Gesundheit, viel Motivation und Freude am Schwingsport. Behaltet eure Ziele stets vor Augen und arbeitet konsequent daran. Ein herzlicher Dank gilt auch allen Athleten, die den Sprung an einen solchen Grossanlass noch nicht geschafft haben. Bleibt eurer Leidenschaft treu, verfolgt eure Ziele mit Fokus und Ausdauer, der verdiente Lohn wird mit Bestimmtheit folgen.

Berichterstatter SK Bürglen

René Roner

Fotos: René Roner