Willkommen beim Schwingklub Bürglen
, Sekretär René Roner

Nichtkranzer Schwingfest Sachseln (OW) vom 19. April 2026

7 Nichtkranzer vom Schwingklub Bürglen in Sachseln am Start

Nachdem am Samstag, 18. April 2026, das Jungschwinget bei herrlichem Wetter über die Runden ging, herrschte am Sonntag bei den Aktiven sehr wechselhaftes Wetter. Trotz dieser Unbeständigkeit trafen sich 92 aktive Schwinger beim Schulhaus Mattli in Sachseln. Für einmal stellten sich ausschliesslich Schwinger ohne Kranz den Zweikämpfen, um unter sich den besten Nichtkranzer zu ermitteln.  

Wie bereits bei den Jungschwingern waren Gäste vom Nordwestschweizer Schwingerverband (NWSV), Südwestschweizer Schwingerverband (SWSV) sowie vom Innerschweizer Schwingerverband (ISV) vor Ort. Die Innerschweizer teilten sich in Ob- und Nidwaldner, Zuger, Luzerner und Urner auf. Somit war das Teilnehmerfeld bereit, den zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauern technisch hochstehenden und spannenden Schwingsport zu präsentieren.  

Für die 7 Bürgler vom Schwingklub Bürglen (UR) war es eine Standortbestimmung, wie sie sich unter den Nichtkranzern klassieren würden. Entsprechend gross war die Spannung, wer sich am Ende an der Spitze behaupten kann. 

Mit Robin Arnold, Sebastian Arnold und Noah Gisler hatte der Schwingklub Bürglen gleich mehrere vielversprechende Kandidaten am Start, die für eine Auszeichnung hätten sorgen können. Am Ende blieb es leider bei einer einzigen und für diese war Robin Arnold verantwortlich. Mit vier Siegen und zwei Niederlagen zeigte Robin einen beherzten Wettkampf. Mit 56.75 Punkten sicherte er sich den Rang 5d und damit verdient die Auszeichnung, sozusagen der Mann des Tages aus Bürgler Sicht. 

Sebastian Arnold hingegen ist zurück bei den Grossen und zeigte, dass er langsam wieder auf Touren kommt. Diesmal fehlte allerdings das berühmte Viertel Pünktchen für die Auszeichnung. Mit 55.25 Punkten belegte er Rang 11d, knapp vorbei ist eben auch daneben, aber die Formkurve zeigt klar nach oben. 

Für die wenigsten Niederlagen sorgte Elias Herger (2009): Nur einmal musste er sich geschlagen geben, dazu kamen drei gestellte Gänge und zwei Siege. Eine starke Leistung des jungen Aktiven, die durchaus aufhorchen lässt, auch wenn es mit 55.00 Punkten (Rang 12c) noch nicht ganz für die Auszeichnungsränge reichte. 

Auch Raphael Zurfluh (2010), einer der jüngsten im Team, zeigte einen stabilen Auftritt. Wie Herger verbuchte auch er drei gestellte Gänge. Mit 53.25 Punkten belegte Raphael Rang 19. Da ist noch Luft nach oben, aber das Fundament stimmt schon mal. 

Zu den Pechvögeln dieses Sonntags gehörten Noah Gisler und Roman Roner. Für Noah war nach dem fünften Gang Schluss, Roman musste sogar bereits nach vier Gängen aufgeben. Noah kämpft, wie schon im letzten Jahr, mit Verletzungen. Die aktuelle Rückenverletzung ist glücklicherweise nicht allzu gravierend und dürfte bald auskuriert sein. Der Wettkampf-Abbruch erfolgte vorsorglich, um für die kommenden Kranzfeste nichts zu riskieren. Auch Roman wurde von seiner Schulterverletzung ausgebremst. Die Schmerzen nahmen von Gang zu Gang zu, sodass er sich entschloss, den Wettkampf frühzeitig zu beenden, vernünftig, auch wenn es sicher schwerfiel. Wir wünschen beiden eine gute und schnelle Regeneration sowie eine motivierte Rückkehr auf die Schwingplätze. 

Der siebte Bürgler im Bunde, Lukas Gisler (2010), versuchte ebenfalls sein Glück in Sachseln. Mit drei Niederlagen und einem gestellten Gang reichte es ihm allerdings nicht für den Ausstich, somit war für ihn früher als gewünscht Zuschauerrolle angesagt. 

Der Festsieg ging an Jens Furrer, der einen nahezu perfekten Tag erwischte. Insgesamt verlor er lediglich einen Viertelpunkt auf die Maximalpunktzahl und sicherte sich den Sieg souverän, da blieb der Konkurrenz nur noch das Staunen (und vielleicht ein wenig Kopfschütteln).  

Fazit 

Die sieben Bürgler traten nicht in Bestbesetzung an, da einige Athleten verletzungsbedingt fehlten. Mit nur einer Auszeichnung kann man daher nicht ganz zufrieden sein, es wäre durchaus mehr möglich gewesen. 

Nichtsdestotrotz gilt: Jammern hilft nicht. Die wirklich wichtigen Feste stehen erst noch bevor. Und wer weiss, vielleicht hat die Konkurrenz ihre Bestform bereits verschossen, während die Bürgler noch Reserven im Tank haben. 

Am Ob- und Nidwaldner Kantonales Schwingfest 2026 am 26. April 2026 startet die Kranzfestsaison. Dann zählt’s und vielleicht gibt’s ja schon dort mehr Grund zum Jubeln. 

Berichterstatter SK Bürglen

René Roner