Willkommen beim Schwingklub Bürglen
, Sekretär René Roner

Bergschwinget Klöntal (GL) vom 18. Juli 2026

12 Aktive zu Gast im Klöntal beim Schwingklub Glarus

Das Bergschwinget im Klöntal wird bereits seit 1956 vom Schwingklub Glarus organisiert. Anfänglich fand das Schwingfest im Zweijahresrhythmus statt, bis 1970. Ab diesem Zeitpunkt wurde der familiäre Anlass jährlich durchgeführt. Austragungsort war bis 2007 der Rhodannenberg direkt am Klöntalersee, unmittelbar neben dem Seewärtergebäude. Bis 2011 teilte sich der Schwingklub Glarus die Organisation mit dem Jodelklub Glärnisch. Anschliessend wechselte man wieder in einen Zweijahresrhythmus. Im Jahr 2018 durfte bereits die 50. Austragung des idyllisch gelegenen Bergschwingets gefeiert werden. In den Jahren 2019, 2022 und 2024 wurde das Festgelände an das See-Ende nach Vorauen verlegt, ehe das traditionelle Schwingfest in diesem Jahr wieder beim Rhodannenberg stattfand.  

Unter der Leitung von OK-Präsident Beni Rhyner stellte der Schwingklub Glarus mit seinen Helferinnen und Helfern für die rund 70 Aktiven eine würdige Schwingarena auf die Beine. Eingebettet in eine traumhafte Kulisse fehlte es dem Anlass an nichts, was ein Schwingfest dieser Grösse ausmacht.  

Der Schwingklub Bürglen pflegt seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit dem Schwingklub Glarus. Da beide Vereine im Zweijahresrhythmus ein Bergschwingfest organisieren, die Urner auf dem Urnerboden und die Glarner im Klöntal, laden sich die beiden benachbarten Klubs jeweils gegenseitig ein. Für die Bürgler bietet sich dadurch die Gelegenheit, auf dem Boden des Nordostschweizer Schwingerverbandes (NOSV) anzutreten und Gegner kennenzulernen, denen sie ansonsten kaum oder gar nie begegnen.  

Gemeinsam mit den Schwingern aus dem Innerschweizer Schwingerverband (ISV), aus dem Kanton Schwyz, trafen die Urner auf Glarner, St. Galler, Bündner, Appenzeller, Thurgauer und Schaffhauser Schwinger des (NOSV). Mit dem Eidgenossen Christian Biäsch aus Davos Sertig sowie dem in Glarus wohnhaften Roger Rychen waren zwei bekannte Eidgenossen am Start. Ebenfalls vertreten waren namhafte Teilverbands-Bergkranzer wie Christian Bernold (Flums), Mario Bösch (Appenzell), Patrik Feldmann (Riedern), Jonas Gisler (Schwingklub Bürglen), Aron Kiser (Weinfelden), Kilian Kolb (Affeltrangen) und Reto Landolt (Näfels). Hinzu kamen insgesamt zwölf Kranzschwinger, darunter der aufstrebende Nachwuchsschwinger Sales Tschudi (Jahrgang 2009) aus Matt, der in dieser Saison bereits mehrfach für Aufsehen gesorgt hatte.  

Insgesamt standen 70 Aktive am Start, darunter zwölf Schwinger des Schwingklubs Bürglen. Für die Schlagzeilen sorgte einmal mehr der junge Sales Tschudi. Mit vier Siegen in Serie legte er den Grundstein für seinen späteren Festsieg. Um den jungen Glarner zu stoppen, stellte ihm die Einteilung im fünften Gang den Eidgenossen Christian Biäsch gegenüber. Doch auch der erfahrene Davoser fand kein Rezept gegen Tschudi und musste sich mit einem gestellten Gang mit der Maximalnote begnügen. Damit qualifizierte sich Tschudi für den Schlussgang, in dem mit Roger Rychen bereits der nächste Eidgenosse wartete. Auch Rychen musste feststellen, dass Tschudi nur schwer zu bezwingen ist. Nach längerer Gangdauer ging Rychen ein grösseres Risiko ein, wurde jedoch souverän ausgekontert. Damit wurde das beinahe Unglaubliche Tatsache: Sales Tschudi gewann das Bergschwinget Klöntal 2026.  

Auch die Bürgler zeigten starke Leistungen. Sebastian Arnold erkämpfte sich mit vier Siegen und zwei Niederlagen 56,50 Punkte und belegte den hervorragenden Rang 6. Der frischgebackene Teilverbandskranzer Jonas Gisler musste sich lediglich einmal geschlagen geben. Mit drei Siegen und zwei Gestellten erreichte er 56,00 Punkte und Rang 8a. Robin Arnold verzeichnete ebenfalls drei Siege, einen Gestellten und zwei Niederlagen. Mit 55,75 Punkten klassierte er sich auf Rang 9a. Roman Roner gewann ebenfalls drei Gänge, musste jedoch drei Niederlagen hinnehmen und konnte keinen Gang stellen. Mit guten 55,00 Punkten belegte er Rang 12c.  

Auf Rang 13d klassierte sich Elias Herger, Rang 14b belegte Ben Arnold (Jahrgang 2010), Rang 14c Elias Herger (Jahrgang 2009), Rang 16a Raphael Gisler (Jahrgang 2009), Rang 16e Remo Roner, Rang 18b Raphael Zurfluh (Jahrgang 2010), Rang 18d Sven Schuler (Jahrgang 2009) sowie Rang 21a Laurin Kempf (Jahrgang 2008).  

Für die junge Bürgler Mannschaft war dieser traumhafte Anlass eine wertvolle Erfahrung. Sie traf auf Gegner, die sie zwar dem Namen nach kannten, gegen die sie jedoch nur selten oder gar nie antreten können. Dabei waren Wettkampfübersicht, ein gutes Gespür für den Zweikampf sowie eine positive Einstellung gefragt. Ebenso gehörte das nötige Selbstvertrauen zum Erfolgsrezept, um sich unter den starken NOS-Schwingern behaupten zu können.  

Mit vielen wertvollen Erfahrungen im Gepäck traten die Bürgler die Heimreise über den Urnerboden an. Dort legte die Mannschaft noch einen Zwischenhalt ein, um die erfreuliche Saison 2026 bei einem vom Technischen Leiter Severin Arnold organisierten Nachtessen gemeinsam ausklingen zu lassen. Zwar stehen noch einige Rangschwingfeste auf dem Programm, doch vor der Sommerpause liess man es sich nicht nehmen, das Vereinsleben und den starken Zusammenhalt zu pflegen. Auch die verletzten Schwinger liessen sich diesen Anlass nicht entgehen und reisten eigens auf den Urnerboden nach.  

Der nächste Einsatz wartet für die meisten Bürgler bereits am Sonntag, 9. August 2026, beim eigenen Bergschwingfest auf dem Urnerboden, dass in diesem Jahr bereits zum 40. Mal durchgeführt wird. Mit dem Jungschwingertag am Vortag zählt dieses idyllische Rangschwingfest einmal mehr zu den Höhepunkten der Saison des Schwingklubs Bürglen.   

Berichterstatter Schwingklub Bürglen 

René Roner  

Fotos: René Roner